10. 9. 2010

Mai 12, 2010 von Pirchner  

Abgelegt unter Arbeitskreise

Social Media und Krisenkommunikation (SMRT3)

Wer das Social Web auch nur halbwegs mit jener Aufmerksamkeit verfolgt, die es sich verdient, hat mit Sicherheit bemerkt, dass Social Media sowohl ein brodelnder Quell für alle Arten und Dimensionen  von Krisen als auch ein wirksames Instrument sein kann, Krisen kommunikativ einzudämmen oder gar zu bewältigen.

Mindmap zu Krisen-PR und Social MediaIn der dritten Runde des Social Media Round Table (einer Initiative des Arbeitskreises PR 2.0 des PRVA) stand die Krisenkommunikation im Social-Media-Kontext im Mittelpunkt des Treffens, an dem erneut mehr als 25 Personen teilnahmen. Wie Olaf Nitz in seiner Einführung betonte, braucht für den Social-Media-Bereich die Krisen-PR nicht neu erfunden zu werden, da deren Grundlagen und fundamentalen Erkenntnisse ihre Gültigkeit nicht einbüßen.

Wie relevant sind Social Media?

Inhaltlich standen drei Themenblöcke zur Diskussion: SM als Krisenursache bzw. -herd, SM als Instrument der Krisenbewältigung und SM-Monitoring als Bestandteil der Krisenprophylaxe bzw. als Frühwarnsystem. Wie sich im Ideenaustausch zeigte, bestehen in der Branche hinsichtlich der Einschätzung der Relevanz selbst der in Österreich meistverwendeten Plattformen wie Facebook und twitter deutliche Unterschiede. So wurde von Teilnehmern die 20.000 regelmäßig aktiven twitter-user als knapp unterhalb der Wahrnehmungsschwelle angesiedelt.

Eine isolierte, bloß quantitative Betrachtung dieser Daten führt jedoch, so Arbeitskreisleiter Markus Pirchner, zu einer Fehleinschätzung, da jeder dieser user nicht im luftleeren Raum agiert, sondern in der Regel vielfältig vernetzt ist. Es kommt in der Praxis daher vielmehr darauf an, den Grad und die Qualität der Vernetzung jedes “Netzknotens” zu bewerten. Um diese Evaluierungen in der erforderlichen Präzision und mit erträglichem Aufwand flächendeckend leisten zu können, benötigte die PR-Branche aber geeignete und leistbare Tools.

Wer mehr über den Social Media Round Table wissen und sich an den Diskussionen beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, am nächsten Treffen (23. Juni, Wien) teilzunehmen und/oder der Social Media Roundtable-Gruppe auf Facebook beizutreten. (Die Gruppe ist für alle offen, lediglich eine Registrierung ist erforderlich.) Dort können auch diverse Unterlagen und Diskussionsergebnisse heruntergeladen werden.

Kommentare

Eine Antwort auf “Social Media und Krisenkommunikation (SMRT3)”
  1. Ed Wohlfahrt sagt:

    @ “Wie sich im Ideenaustausch zeigte, bestehen in der Branche hinsichtlich der Einschätzung der Relevanz selbst der in Österreich meistverwendeten Plattformen wie Facebook und twitter deutliche Unterschiede.”

    ich schätzte die Feinfühligkeit mit der hier berichtet wird
    Grüße, Ed Wohlfahrt