31. 7. 2010

Februar 8, 2010 von CR  

Abgelegt unter PRVA regional

Ein Image für Graz

Seit 1. September steht der gebürtige Tiroler Armin Egger dem Messe Congress Graz als Vorstand vor. Grund genug für die PRVA Landesgruppe Steiermark den neuen Messe CEO zum zweiten Profi-Treff zu bitten.

Die beruflichen Stationen von Armin Egger sind selbst für nicht PR-Profis bemerkenswert. 1987 wird er mit erst 23 Jahren Tourismusdirektor in Hinterstoder, und damit jüngster Tourismusdirektor Österreichs. Seine weiteren beruflichen Stationen führten ihn nach New York, Chicago und München. Nach seiner Tätigkeit als Privatisierer des Tourismusverbandes Lech-Zürs geht er im Jahr 2000 nach Davos, wo er Geschäftsführer der Davos Tourismus GmbH wird und damit auch Hauptverantwortlicher für die Ausrichtung des „World Economic Forum“. Für die Schweizer ist es wie ein Tabubruch einen Österreicher in ihr touristisches Allerheiligstes zu lassen. Als er acht Jahre später Davos verlässt, ist das der lokalen Zeitung „Davoser Zeitung“ den Aufmacher auf Seite eins wert.

Seit 1. September ist er nun Vorstand des Messe Congress Graz, jener Dachmarke unter der sich der Congress, die Stadthalle, die Messe, die UPC Arena und die Eishalle befinden. Sein Hauptaugenmerk liegt einerseits im Verkaufen seiner Locations, aber auch Graz zu promoten. „Ehe ich unsere Messe positionieren kann, muss ich Graz positionieren. Die Stadt hat, obwohl sie die zweit größte Stadt Österreichs ist, kein Image. Da muss ich ansetzen“, erklärt er vor den PR-Profis der Steiermark. „Zu jeder Stadt gibt es eine Assoziation. Bei Wien denkt man an die Hofburg und Walzer, bei Salzburg an die Festspiele und den Jedermann und bei München an Weißwurst und das Oktoberfest. Woran denken sie bei Graz?“, spielt er den Ball an sein Grazer-Publikum weiter. „Dachlandschaft und Lebensqualität“ werden genannt, überzeugen aber nur mäßig.

Zum fehlenden Image kommen noch Infrastrukturprobleme. Nur wenige Flüge gehen von und nach Graz, die Zugsverbindung ist eine Katastrophe und dazu setzen der Messe auch ihre Anrainer zu. Ein Himmelfahrtskommando? „Nein, meine Familie und ich haben uns ganz bewusst für Graz entschieden, obwohl es bei weitem nicht das finanziell beste Angebot war. Die Stadt hat eine enorme Lebensqualität und bietet viel Grün. Zusätzlich ist Graz auch ein Tor nach Südosteuropa, das ist für die Messe wieder interessant. Das alles hat uns zu Wahl-Grazern werden lassen.“ Ein Konzept, was er mit der Messe Graz vor hat, hat Egger noch nicht: „Dafür bin ich zu kurz hier.“ Wohin er will, weiß er allerdings: „International mitspielen und Graz im Messe-Geschehen zu einem Begriff machen.“ Das könnte ihm durchaus gelingen.

Mag. Markus Simmerstatter

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